Einleitung

In den letzten Jahren sind eine Reihe von sīra-Werken im deutschsprachigen Raum mit jeweils unterschiedlichen Ansprüchen erschienen. Neben den populär1 bzw. wissenschaftlichen Publikationen befinden sich auch Veröffentlichungen, die sich im Grunde genommen nur auf bestimmte Teilaspekte in der Biografie des Propheten Muhammad konzentrieren.2 Allerdings könnte hier berechtigterweise die Frage aufkommen, weshalb das Leben eines Gesandten Gottes auch nach ca. 1500 Jahren seine Relevanz bewahren soll? Das liegt unter anderem daran, dass Muslime durch ihre Heilige Schrift dazu angehalten sind, ihren Propheten als Vorbild zu nehmen, insbesondere was die Ethik und die Glaubenspraxis betrifft. Der Qur´an betont sogar
nachdrücklich den außergewöhnlichen Stellenwert des Propheten im Leben eines
Gläubigen Menschen wie folgt:

„Der Prophet steht den Gläubigen näher als sie sich selbst[…]“

(Al-Azhab, 6)

In den wichtigsten sunnitischen Hadith-Kompendien wird dieser Vers vom Propheten folgendermaßen erläutert:

„Keiner von Euch ist ein wahrer Gläubiger, bevor ich ihm nicht mehr am Herzen liege als sein Vater, seine Kinder und die ganze Menscheit“.3

Deshalb war es für die Prophetengefährten nicht verwunderlich gewesen, in Muhammad einen „spirituellen Vater seiner Gemeinde“ zu sehen.4 In einem weiteren Vers, wird die vorbildhafte Lebensweise des Propheten unwiderruflich für die Gläubigen zur Sprache gebracht:

„[…] siehe, du hälst dich fürwahr an eine erhabene Lebensweise (khuluq) […]

(Al-Qalam, 4)5

„In dem Gesandten Gottes habt ihr wirklich ein schönes Beispiel für jeden, der auf Gott und den Jüngsten Tag hofft und oft Gottes gedenkt“

(Al-Azhab, 21).

Dank dieser qur´anischen Verse wurden sämtliche Menschen dazu animiert, die
besondere Lebensweise und den Charakter des Propheten für die Nachwelt nicht nur
mündlich, sondern insbesondere in schriftlicher Form festzuhalen.6 Die ältesten und bis heute überlierferten sīra-Werke können wie folgt aufgelistet werden:

  1. Das Korpus von Urwa b. az-Zubair (gest. 712).7
  2. Kitabu´l al-Magazi (Buch der Feldzüge) von Az- Zuhri (gest. 742).8
  3. As-Sīra An-Nabawiya (Das Leben des Propheten) von Ibn Ishaq (704-767).9
  4. Kitab at-Tabaqat al-kabīr (Das große Klassenbuch) von Ibn Sa´d (784-845).10

Daher überrascht es nicht, dass der Orientalist Prof. Aloys Sprenger (1813-1893) in Urwa b. az-Zubair den Begründer der Muhammad-Biographie erkannt zu haben scheint.11 Die historischen Quellen bezeugen einvernehmlich, dass Urwas Prophetenvita die erste schriftliche systematische Tradierung ist. Tatsächlich bezeugen die historischen Quellen einvernehmlich darüber, dass Urwa als einer der ersten die systematische Tradierung zur Prophetenvita schriftlich festgehalten hatte.12 Die folgende Anekdote von Anas ibn Malik illustriert eindrucksvoll den Charakter des Propheten mit dem folgenden Satz:

„Ich diente dem Gesandten Gottes zehn Jahre lang, und er sprach zu mir niemals ein böses Wort, noch fragte er jemals, wenn ich etwas getan hatte: „Warum hast du das getan?“, noch, wenn ich etwas unterlassen hatte: „Warum hast du das nicht getan?“.13

Wie sehr der Prophet die qur´anische Lehre verinnerlicht und praktiziert hatte, geht aus
der anschließenden Überlieferung deutlich hervor:

„Als eines Tages die Ehefrau aiša nach dem Charakter des Propheten gefragt wurde, antwortete sie: „Sein Charakter war der Qur´an!“14

Gewissermaßen war das der wesentliche Grund dafür gewesen, weshalb ununterbrochen die sīra-Literatur ihre Beständigkeit bis in die Gegenwart bewahren konnte. Dies wiederum spricht dafür, warum wir heute über den Propheten Muhammad besser bescheid wissen als irgendeine andere Persönlichkeit der Spätantike.15 Eines dieser beträchtlichen sīra- Werke, die aufgrund von einschlägigen historischen Quellen das Leben Muhammads bekunden, ist ohne Zweifel das Werk „Muhammad – Prophet des Islam“ von Muhammad Hamidullah. Wer aber ist eigentlich Muhammad Hamidullah gewesen, der mit Sicherheit zu den bedeutendsten muslimischen Gelehrten des 20. Jahrhundert zählt?16

Zur Person von Muhammad Hamidullah

Hamidullah wurde 1908 im indischen Haydarabad geboren. Sein Vater Abū Muhammad Halīlullah gehörte zu den bedeutensten Muftis von Haydarabad. In seiner Jugend begann er in der Madrasa Dâr´ ul-Ulum seine Schuldbildung und studierte anschließend an der Osmaniyya-Universität internationales Recht. Später im Ausland promovierte Hamidullah 1933 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn zum Thema „Die Neutralität im islamischen Völkerrecht“.17 Seit Anfang der 30er Jahre unternahm Hamidullah auch umfangreiche Studienreisen vor allem in jene Länder, die über eine ausgewiesene Bibliothek verfügten, in denen er eingehend beachtliche Handschriften vor Ort studieren konnte.18 Unmittelbar nach seinem Aufenthalt in Deutschland promovierte Hamidullah 1935 nun ein zweites mal an der Sorbonne in Paris.19 Nach seiner Rückkehr in die Heimat habilitierte er an der Osmania-Universität und hatte den Lehrstuhl der rechtswissenschaftlichen Fakultät inne. Es kam zu einem unerwarteten Wendepunkt im Leben Hamidullahs. Denn im Jahr 1948 brachen Unruhen vor allem durch die politischen Zerwürfnisse im Lande aus, die letztendlich zur Teilung Indiens herbeiführten. Aus gegebenem Anlass ersuchte Hamidullah in Frankreich um politisches Asyl, wo er schließlich als „heimatloser Flüchtling“ seine Lehrtätigkeiten im Nationalen Wissenschaftlichen Forschungszentrum (CRNS) wieder fortsetzen konnte. Über viele Jahre hinweg hielt Hamidullah auch Gastvorlesungen in den Fakultäten und Forschungseinrichtungen der Türkei wie Ankara, Istanbul und Erzurum. Prof. Hamidullah starb am 17. Dezember 2002 in Jacksonville, Florida, Vereinigte Staaten.

Muhammad – Prophet des Islam. Sein Leben, sein Werk

(1) Man könnte sich aus gutem Grund die Frage stellen, weshalb nach 55 Jahren ausgerechnet diese Propheten-Biografie von Hamidullah ins Deutsche übersetzt wird, wo sich inzwischen doch zahlreiche Biografien auf dem deutschen Büchermarkt im Umlauf befinden? In der Tat gibt es eine Reihe von guten Gründen für die Herausgabe dieses Werkes aus dem Französischen ins Deutsche. Der in Deutschland rennomierte Islamwissenschafter Prof. Hartmut Bobzin, hält die Propheten-Biografie von Hamidullah schlechthin zu den bedeutendsten Prophetenvita in den europäischen Sprachen.20 Die Nestorin der deutschen Islamwissenschaft Prof. Annemarie Schimmel (gest. 2003) beschrieb komprimiert die Notwendigkeit jenes Werkes von Hamidullah mit den Worten:

„Ein wichtiges modernes Zeugnis der islamischen Sicht in einer westlichen Sprache ist Muhammad Hamidullahs „La Vie du Prophéte“, das, auf gründlichen Quellenstudien beruhend, das Leben des Propheten aus der Feder eines westlich geschulten, tiefgläubigen Muslims darstellt“.21

Annemarie Schimmel schrieb diese Zeilen vor etwa 35 Jahren und vermisste zugleich, dass die vorwiegend im Westen publizierten Muhammad-Biographien den folgenden ausschlaggebenden Wesensmerkmalen nicht gerecht wurden:

  • Zum einen, dass überwiegend nicht auf gründlichen Quellenstudien nachgegangen wurde.
  • Zum zweiten, dass die meisten Muhammad-Biographien nicht aus der Feder von überzeugenden Muslime stammten, sondern von Orientalisten geschrieben wurden.
  • Und drittens, dass sie nicht in europäische Sprachen verfasst wurden.

Nach der Überzeugung von Schimmel, entsprachen somit alle drei genannten Kriterien ausdrücklich dem Werk von Hamidullah. Auch der Osnabrücker Islamwissenschaftler Prof. Bülent Uçar unterstreicht die Aussage Schimmels und betont, dass es mangele insbesondere im deutschsprachigen Raum „an geeigneten Büchern über die sīra , welche den wissenschaftlichen und bekenntnisgebundenen Standards gleichermaßen genügen“.22 Dieser Bitte ist nun durch die Projektleitung des Vereins VDM e.V. (Verein für Denkende Menschen, mit Sitz in Essen) entsprochen worden. Dieser Verein leistet einen enormen Beitrag bei der Herausgabe relevanter Publikationen im deutschsprachigen Zirkel.23 Glücklicherweise konnte der Verein Bülent Uçar als wissenschaftlichen Berater für dieses Projekt gewinnen. Wie unabdingbar der Beitrag von Uçar ist, lässt sich bestenfalls in den Anmerkungen ersehen. Man sollte sich gewiss vor Augen halten, dass das Werk von Hamidullah nahezu vor 55 Jahren verfasst wurde „und manches durch den Fortschritt der Wissenschaft und durch sozio-politische Entwicklungen auch überarbeitungsbedürftig“24 ist. Desgleichen vertrat Hamidullah an einigen Stellen auch Ansichten, die aus dem theologischen Spektrum her unterschiedlich gedeutet werden können.25 Und genau hier liegt die Stärke und Bereicherung der Kommentierung von Uçar, indem sie gezielt an jenen erklärungsbedürftigen Stellen eingesetzt ist, um dem Leser anhand von fachmännischer Erläuterungen zur Seite zu stehen.26

(2) Es ist bemerkenswert und zugleich erstaunlich, was für eine Fülle von Quellenmaterial Hamidullah für die Propheten-Biografie verwendet hat. Insbesondere in einer Zeitepoche, wo es ohnehin sehr schierig gewesen war, sich an die Primärquellen zu erschließen. Hamidullah nutzte seine Forschungsreisen unter anderem auch dafür, um die handschriftlichen Dokumente in den Archiven der jeweiligen Bibliotheken eigenhändig zu studieren. Ohne Zweifel war der größte Vorteil in diesem Zusammenhang von Hamidullah, dass er bis zu fünfzehn Sprachen beherrschte, um nur hier einige aufzuzählen: Arabisch, Türkisch, Persisch, Französisch, Deutsch und die Englisch.27 Und genau diese sprachliche Begabung erlaubte es ihm, für sein Werk aus den relevantesten historischen Quellen ausgiebig zu schöpfen. Desweiteren hantierte Hamidullah aus diesen schriftlichen Quellen nicht willkürlich, sondern wägte vergleichsweise die historischen Quellen gegeneinander kritisch ab, um dem Wahrheitsgehalt der Berichte, angesichts von geschichtlicher Rekonstruktion zu verrifizieren.28

In den konventionellen Muhammad-Biographien ist es geradezu üblich, die sīra-Literatur mit dem Stammbau des Propheten beginnen zu lassen.29 Im Gegensatz dazu beginnt Hamidullah sein sīra-Werk erstaunlicherweise mit einer Einleitung, in der er sechs Punkte aufzählt, um zu begründen, weshalb das Erforschen um das Leben des Propheten von grundlegender Bedeutung ist.30 Bevor ausführlich auf die Geschichte von Arabien eingegangen wird, zeichnet Hamidullah einen weiten geschichtlichen Bogen unmittelbar über die historisch religiösen Umstände der Nachbarländer nach. Hierdurch wird der Leser in die geschichtlichen Abläufe der Weltgeschichte und um deren historischen Kontext, eindrucksvoll involviert.31 Zusammengefasst lässt sich das Buch in zwei große Abschnitte teilen. Im ersten Teil geht es vielmehr darum, den Beginn und die Sendung bis hin zur Auswanderung (Hidschra) des Propheten nach Medina zu skizzieren. Das politischreligiöse Leben wird dabei ausgedehnt zur Sprache gebracht, sowie die einzelnen Wendepunkte in Muhammads Verteidigungskriege.32 Desweiteren wird nicht nur hinreichend die sonderliche Beziehung des Propheten zu den Christen im Nadschrân33 geschildert, sondern die seit Jahrhunderten entfachte theologisch-dogmatische Diskrepanzen zwischen der christlich- islamischen Lehre wie etwa in den Fragen der Kreuzigung34 und der Sohnschaft Jesu35, bzw. der Trinitätslehre36, nicht ausser acht gelassen.

Erst im zweiten Teil konzentriert sich Hamidullah auf das Privatleben des Propheten, eingeschlossen mit Biografien über seine Ehe mit den Müttern der Gläubigen.37 Wie es allgemein bekannt ist, gewährte der Qur´an aus unterschiedlichen sozio-kulturellen Gründen den Männern das Recht zu, bis zu vier Frauen gleichzeitig zu ehelichen.38 Wie konnte es jedoch dazu kommen, dass der Prophet mit mehr als vier Frauen gleichzeitig verheiratet war? Hamidullah weicht keineswegs von dieser Frage aus:

„Nach dem Qur’an ist vier die maximale Zahl von Frauen, die ein Muslim zu ehelichen das Recht hat. Der Prophet fühlte sich niemals über dem Recht stehend, das er erlies. Warum also hatte er in dieser Angelegenheit mehr Freiheit? War dies ein besonderes Vorrecht, das auf göttlichen Offenbarungen gründete?“.39

Bezeichnenderweise legt Hamidullah entgegen der konventionellen Sichtweise anhand von Primärquellen dar, dass der Prophet keinesfalls das Gebot bis zu vier Frauen zu ehelichen missachtet hatte, oder auch nur Sonderrechte für ihn von Gott diesbezüglich eingeräumt wurde.40

Wie Original Hamidullahs sīra-Werk ist, lässt sich unter der Überschrift „Die Verfassung des ersten islamischen Staates“ imposant nachvollziehen. Als die Verfolgung und die Unterdrückungen im Jahre 622 n. Chr. für die Muslime unerträglich wurden, beschlossen sie Mekka zu verlassen, um nach Medina auszuwandern. Diese Auswanderung wird in der Geschichtsschreibung als die „Hidschra“ beschrieben. In Medina befanden sich unterschiedliche arabische und einflussreiche jüdische Stämme, die untereinander in vielen Angelegenheiten und diverser Meinungsunterschiede zwischenzeitlich in Streitigkeiten verwickelt waren. Nach der Emigration nach Medina, wurde der Prophet als Schlichter für die prekäre Situation der Lage einberufen. Für Muhammad schien es nun unentbehrlich zu sein, den ersten Gesellschaftsvertrag in der Menschheitsgeschichte schriftlich entwerfen zu lassen. Hamidullah schreibt hierzu:

„Es ist nicht nur die Verfassung des ersten muslimischen Staates, sondern auch die erste schriftliche Verfassung eines Staates auf der Welt“.41

Hamidullah beschreibt die Verfassung im angesicht des historischen-Kontext, als eine unumstößliche Revolution in der Weltgeschichte:

„Diese Gemeinschaft bildete eine gegenüber der ganzen Welt unterschiedene Einheit (§2) und erkannte die Gleichheit der Rechte jedem seiner Bestandteile zu, vor allem in Kriegszeiten (§ 15, 18, 19). Ein gesonderter Artikel (§ 16) lässt den Juden eine offene Tür, um in diese politische Organisation auf der Grundlage der gegenseitigen Hilfe und der Gerechtigkeit fur alle einzutreten. Die Urkunde stellte eine echte Revolution hinsichtlich der Justizverwaltung dar, denn die Aufgabe, dafür Sorge zu tragen, wurde, ein für alle Mal, der Kollektivitat, der Zentralgewalt übertragen, und nicht mehr dem Einzelnen. Jeder Bürger musste seinen Beitrag leisten, sei es auch gegen die Mitglieder seines Stammes, seiner Familie, gegen seine Nächsten (§ 13)“.42 Andere Forscher halten den Vertrag von Medina gerade in Bezug zu den Juden, für einen authentischen Umbruch in ihrer zum größtenteils verhängnisvollen Geschichte. Zum erstenmal wurde den Juden aus dem Standpunkt einer Minderheit, grundlegende Rechte garantiert. Gleichwohl gewährte ihnen die neue Verfassung ebenfalls die unantastbare Gleichstellung mit Muslimen innerhalb der Umma als eine Wertegemeinschaft.43

Resümee

In einer Zeit, wo der Prophet und der Islam zum neuen und alten Feindbild stillisiert werden, kommt die Propheten-Biografie von Muhammad Hamidullah genau zur rechten Zeit auf dem deutschen Büchermarkt.44 Es scheint kein Bildungsfehler unter den Nicht- Muslimen zu sein, von einem der bedeutendsten Persönlichkeiten der Weltgeschichte nur bruchstückenhaft und verzerrt bescheid zu wissen, obwohl dieser doch von mehr als 1, 8 Milliarden Menschen als ein Gesandter Gottes geehrt wird. Das sīra-Werk unterstreicht im Grunde genommen einen zentralen Grundsatz des Qur´an, in der der Gegensatz zwischen dem Propheten und den Menschen in einem Punkt diametral unterschieden wird:

„Geoffenbart wurde es mir nur, damit ich [Muhammad] ein aufklärender Warner bin“

(Sad,70).

Wie die Biografie nahe legt, hatte der Prophet wie jeder anderer Mensch auch Höhen und Tiefen in seinem knapp 23-jährigen Propheten-Geschichte gehabt. Hamidullah ist es beispielhaft gelungen, den Propheten nicht als einen Übermenschen, sondern als einen ihresgleichen aus ihrer Mitte darzustellen.45 Das zeigt auch, weshalb das Werk von Hamidullah für zahlreiche Forschungen zur sīra-Literatur als Quelle gedient hat46 und dank dieser neuen Übersetzung auch weiterhin dienen wird. Deshalb ist es geradezu für weitsichtige Beobachter ersichtlich, die Veröffentlichung von „Muhammad – Prophet des Islam“ zum Standardwerk innerhalb der sīra-Literatur im deutschsprachigen Raum zu erheben.


  1. Lings, Martin, Muhammad-Sein Leben nach den frühesten Quellen, Spohr Verlag 2000; Ramadan, Tariq, Auf den Spuren des Propheten, Diederichs Verlag, München 2009.
  2. Vgl. Schoeler, Gregor, Charakter und Authentie der muslimischen Überlieferung über das Leben Mohammeds; sowie Andreas Görke und Gregor Schoeler, Die ältesten Berichte über das Leben Muhammads. Das Kopus Urwa b. az-Zubair.
  3. Überliefert bei Bukhari, Iman, Hadith Nr. 8 und Muslim, Iman, Hadith Nr. 70.
  4. Vgl. Asad, Muhammad, Die Botschaft des Koran, S. 796, Anmerkung 8, Patmos Verlag, 2. Auflage 2011.
  5. Ebenda., S. 1083-1084, Anmerkung 4. Asad erläutert bezugnehmend auf den Qur´anexegenten at-Tabarī (gest. 923), weshalb er „khuluq“ als „Lebensweise“ anstatt der üblichen Übersetzungen wie „edler Natur“, „Charakter“ und „Verhalten“ vorzieht.
  6. Deshalb klassifiziert Prof. Dr. Ramadan al-Būtī (gest. 2013) für die Notwendikeit um das Wissen über den Propheten die methodologische Reihenfolge hierzu wie folgt: 1. Der Qur´an, 2. Die authentischen Überlieferungen in den Hadith-Kompendien, und 3. die sīra-Werke, vgl. Fikhu´s Siyre, S. 35-37, Gonca Yayinevi.
  7. Akribisch bis auf Urwa rekonstruiert und herausgegeben von Andreas Görke und Gregor Schoeler, in: Die ältesten Berichte über das Leben Muhammads, The Darwin Press 2008.
  8. Das Werk von az-Zuhri ist in seiner ursprünglichen Form verloren gegangen. Ein großteil davon ist glücklicherweise in anderen Werken überliefert worden. Vgl. Schoeler, Gregor, Charakter und Authentie der muslimischen Überlieferung über das Leben Muhammeds, S. 20, Fußnote 95, Verlag Walter de Gruyter 1996.
  9. Diese Biographie wurde im Jahre 1858 vom Göttinger Bibliotheker und Orientalist Ferdinand Wüstenfeld (1808-1899) erstmals in deutsch publiziert.
  10. Diese umfangreiche Sammlung ist heute in 8 Bänden original in Arabisch erhalten geblieben.
  11. Zur Auflistung der vollständigen und ältesten sīra-Literatur, siehe: Öz, Şaban, Farkli Siyer´i Okumak-Bir Siyer Eleştirisi, S. 20-25, Araştirma Yayinlari, Mart 2014. Allerdings sind viele dieser Werke nicht bis heute tradiert wurden.
  12. Sprenger, Aloys, Das Leben und die Lehre des Mohammed. Nach bisher größtenteils unbenutzten Quellen. Olms, Hildesheim 2003 (Repr. d. Ausg. Berlin 1861). Siehe aber auch die Dissertation von Johann Fueck; Muhammed ibn Ishaq, Litterar historische Untersuchung, Frankfurt-am-Main, 1925.
  13. Überliefert bei Muslim, Fada´il, Hadith Nr. 82.
  14. Vgl. Ahmad ibn Hanbal, al-Musnad Hadith Nr. 24601 und Muslim Hadith Nr. 747.
  15. Vgl. Armstrong, Karen, Muhammad-Religionsstifter und Staatsmann, S. 15, Diederichs Verlag, München 1993.
  16. Vgl. Apak, Adem, Muhammed Hamidullah´in Siyer ilmine Katkilari, S. 68, Uludağ Üniversitesi ilahiyat Fakultesi, Cilt: 13, Sayi: 1, 2004.
  17. Diese Dokorarbeit wurde schließlich 1935 in Leipzig gedruckt, vgl. Muhammed Hamidullah Sempozyumu, S. 103, 18-19 Kasim 2005, Bursa Müftülügü.
  18. Einige dieser Länder waren unter anderem: Damaskus, Sana, Mekka, Medina und Jerusalem.
  19. Vgl. Documents sur la Diplomatie Musulmane â l´Epogue du Prophéte et des Khalifs Orthodoxes (Sammlung der Dokumente, zur muslimischen Diplomatie in der Epoche des Propheten und der rechtgeleiteten Kalifen).
  20. Siehe hierzu: Bobzin, Hartmut, Mohammed, S. 119, 4., durchgesehene Auflage, Verlag C.H.Beck, München 2011.
  21. Zitiert aus: Und Muhammad ist Sein Prophet-Die Verehrung des Propheten in der islamischen Främmigkeit, S. 9, 1. Auflage, Eugen Diederichs Verlag, Düsseldorf 1981.
  22. Vgl. Einführende Gedanken zu Hamidullahs sīra-Werk, S. 9, in „Muhammad-Prophet des Islam. Sein Leben, sein Werk“, 1. Auflage, Patmos Verlag 2016.
  23. Siehe zu den aktuellen und den zukünftigen Veröffentlichungen: http://www.vdmev.de/
  24. Vgl. Muhammad- Prophet des Islam. Sein Leben, sein Werk, S. 10.
  25. Als Beispiel kann hier auf die Anmerkung von Uçar zum Gesichtsschleier, S. 722 verwiesen werden.
  26. Vgl. hierzu S. 40, Fußnote 55 und die Anmerkungen auf S. 19, S. 66 und S. 189-190 von Uçar.
  27. Vgl. http://www.gazeterize.com/ERZURUM/erzurum-kitap-gunlerinde-islam-peygamberi-ve-prof-dr-muhammedhamidullah- konferansi-h46887.html (zuletzt abgerufen am 09.09.2016).
  28. Siehe hierzu den Brief des Propheten an den persischen Statthalter von Bahrein [al-Mundhir ibn Sâwî] S. 262-266 und den Brief an die Ko-Könige von Oman S. 285-292 in „Der Prophet des Islam“ an.
  29. Vgl. Ibn Ishaq, Das Leben des Propheten, S. 25, Spohr Verlag 1999; Ibn Hazm, Cevâmi ´u´s-sīre, S. 42-44, 1. Auflage, März 2004, Çira Yayinlari.
  30. Vgl. S. 18-20.
  31. Vgl. S. 23-28.
  32. Vgl. Die Schlacht von Badr, S. 154-161; Die Schlacht von Uhud sowie die Grabenschlacht, S. 161-179.
  33. Ebenda., S.419-424.
  34. Ebenda., S. 429-433.
  35. Ebenda., S. 427-436.
  36. Ebenda., S.436.
  37. Als Mütter der Gläubigen gelten nur die Ehefrauen des Propheten. Nach seinem Ableben wurde es deshalb vom Qur´an explizit verboten, sie zu ehelichen, vgl. Al-Azhab, 6.
  38. Siehe zur Vielehe: Hofmann, Murad, Der Islam als Alternative, S. 166-168, Çağri Yayinlari, 6. Auflage, 2010.
  39. Vgl. Muhammad- Prophet des Islam. Sein Leben, sein Werk, S. 460.
  40. Ebenda., S. 460-461.
  41. Ebenda., S. 135; Hans Küng jedoch kritisiert die Gemeindeordnung von Medina als eine Verfassung zu bezeichen,Der Islam – Geschichte, Gegenwart, Zukunft, S. 145-146, Taschenbuch Ausgabe, Piper Verlag 2006.
  42. Vgl. Muhammad- Prophet des Islam. Sein Leben, sein Werk, S. 137.
  43. Vgl. Atay, Hüseyin, Islam´in Siyasi Oluşumu, S. 116.
  44. Vgl. Polat, Eçevit, Der Islam im Umbruch zwischen Tradition und Moderne, S. 39-52, Verlag bloggingBooks 2016.
  45. Vgl. Hofmann, Murad, Muhammad im Koran, S. 22-23, Koran-Kompakt, Diederichs Verlag, München 2002.
  46. Vgl. Yeniçeri, Celâl, Hz. Muhammed ve Yaşadiği Hayat, S. 24, M.Ü. Ilâhiyat Fakültesi Vakfi Yayinlari, Istanbul 2000; Karaman, Hayreddin, islam´in Işiğinda Günün Meseleleri, S. 573-574, iz Yayincilik, Istanbul 2010.

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